Die ehrenamtlichen Leiterinnen des Fachnetzwerks stellen sich vor

Ute Geishauser
Flow im Business
Versicherungsbetriebswirtin (DVA)
Unternehmensberaterin

 

Den größten Teil meines Angestelltenlebens habe ich in der Männer-dominierten Branche Unternehmensberatung verbracht, in der frauenspezifische Belange in der Vergangenheit nicht im Mittelpunkt standen.

Seit vier Jahren setze ich mich innerbetrieblich als Coach und Referentin ehrenamtlich für das Thema „women@work“ ein. Nach meinem Umzug hatte ich im letzten Jahr selbst die Gelegenheit, Familie und Beruf e.V. kennenzulernen. Gern übernehme ich ehrenamtlich Aufgaben für diese Einrichtung und bringe hierzu meine mehrjährige Erfahrung im Mentoring für Frauen in Führungspositionen ein.

 

 

Monika Schmelzeisen
for yours! Kommunikation und Netzwerk
Industriekauffrau (IHK)
Branchenerfahrung aus Handel,
Dienstleistung und Agenturwesen (B2B und B2C)

 

 

Als neues Mitglied von Familie und Beruf e. V. engagiere ich mich ehrenamtlich für den Verein – weil es mir eine Herzensangelegenheit ist, die beiden Komponenten, also Familie und Beruf, miteinander harmonisch zu vereinbaren.

Wussten Sie, dass von 193 UN-anerkannten Staaten nur rund 6% von Frauen regiert werden? Dass laut Index der menschlichen Entwicklung der Vereinten Nationen (in Bezug auf Lebenserwartung, Bildung, Kaufkraft) 7 der 20 bestplatzierten Länder von Frauen regiert werden? Dass 5 von 10 der als stabilsten bezeichneten Länder Frauen an ihrer Regierungsspitze haben? Dass laut Environmental Performance Index (EPI) in 2018 9 der 20 besten Länder hinsichtlich der ökologischen Leistungsbilanz von Frauen geführt wurden?*

Diese Frauen haben gemeinsam, früh und entschlossen zu handeln und klar zu kommunizieren – mit Empathie, Transparenz, Kreativität und Vertrauen.

Als charmante Beispiele hierfür waren bereits zu Beginn der Corona-Pandemie die Ideen von Mette Frederiksen (Dänemark) und Sanna Marin (Finnland), Influencer aufzurufen, um die Regierung zu unterstützen und Menschen zu informieren oder eine Pressekonferenz mit Kindern anstatt mit erwachsenen Journalisten durchzuführen (Erna Solberg, Norwegen). Für mich bedeutet das, Menschen mitnehmen, Verantwortung teilen, Selbstbewusstsein stärken und auch an die Fähigkeiten der Bürger/innen zu glauben. Anstatt von Krieg zu sprechen, die Pandemie als „Hype“ zu bezeichnen und sie damit absichtlich herunter zu spielen oder anderen die Schuld zuzuweisen.

Nein, bei meinen Ausführungen möchte ich nicht so verstanden werden, dass Frauen alles besser können. Das ist ganz bestimmt nicht so. Aber – wir können auch! Und ich wünsche mir, dass wir voneinander lernen; Frauen/Männer, junge/alte Menschen, unterschiedliche Nationalitäten, dass dies als Selbstverständlichkeit wahrgenommen und der Ausdruck „Diversität“ nicht als exotisch empfunden wird.

Gerade in der letzten Zeit haben auch Sie bewiesen, dass Sie mit Ihrer weiblichen Kraft, Ihrer Empathie und Kreativität die immensen Herausforderungen gemeistert haben. Ohne diese Fähigkeiten und auch Organisationsgeschick ist es nämlich gar nicht möglich, Familie und Beruf in Einklang zu bringen. Nutzen Sie auch in Zukunft, wenn sich die Zeitfenster wieder verschieben, Ihre Kompetenzen – um sie für sich einzusetzen. Folgen Sie Ihrer Intuition, Ihren Werten, Ihrer Leidenschaft. Sowohl im privaten als auch beruflichen Kontext. Prüfen Sie Ihre Ideen und vertrauen Sie Ihrem Bauchgefühl … Das können und dürfen Sie!

Bleiben Sie gesund! Bleiben Sie sich treu!

 

Martina Zabel

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